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TUM300

Propylthiouracil


Themengebiet(e)

Schilddrüse

Wirkstoffgruppe(n)

Thyreostatika

Weitere Vertreter:

Thiamazol


Wirkmechanismus

Kompetitive Hemmung der thyreoidalen Peroxidase (TPO)
⇒ Hemmung der Schilddrüsenhormonsynthese

Zusätzliche Hemmung der Konversion von T4 zu T3


Pharmakokinetik

  • plazentagängig

  • HWZ ca. 2 h, mehrmalige tägliche Gabe nötig


Indikationen

Hyperthyreose


Nebenwirkungen

  • allergische Reaktionen (z.B. Urtikaria)

  • gastrointestinale Nebenwirkungen (z.B. Übelkeit, Erbrechen)

  • Knochenmarksdepression bis Agranulozytose (selten 0,3-0,6%)

  • hepatotoxisch


Kontraindikationen

  • Leberschaden in der Vorgeschichte durch das Thyreostatikum


Besonderheiten

  • Bevorzugt im 1. Trimenon der Schwangerschaft. Cave: Gefahr der Hypothyreose beim Foetus.

  • zeitversetzter Wirkeintritt (6-8 Tage): die Inkretion der bereits synthetisierten Hormone (T3, T4) wird nicht gehemmt

  • Interaktionen: Iod, iodhaltige Pharmaka (z.B. Amiodaron), Röntgenkontrastmittel: verminderte thyreostatische Effekte


Handelsname

Generika


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